Soft Skills im Recruiting-Prozess eines Unternehmens
Die Analyse von Soft Skills im Recruiting ist aktueller denn je. Recruiter untersuchen die übertragbaren Kompetenzen der Kandidaten. Ein Überblick.
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Lange Zeit galten Soft Skills im Recruiting lediglich als Bonus. Sie waren ein Pluspunkt für Recruiter, die sich hauptsächlich auf die technischen Kompetenzen der Kandidaten konzentrierten. Im Laufe der Zeit wurde jedoch in einer stark digitalisierten Welt mit vielfältigen Innovationen deutlich, dass technische Kompetenzen allein nicht mehr ausreichen. Verhaltenskompetenzen sind mittlerweile ebenso wichtig wie technische Fähigkeiten. Welchen Stellenwert nehmen Soft Skills heute im Recruiting-Prozess ein?
Recruiting im Unternehmen: Was ist ein Soft Skill?
Im Recruiting-Prozess werden Soft Skills – auch übertragbare, emotionale oder Verhaltenskompetenzen genannt – am häufigsten mit Hard Skills verglichen.
Worin unterscheiden sich übertragbare Kompetenzen und Hard Skills?
Eine übertragbare Kompetenz betrifft in der Regel die Persönlichkeit einer Person. Dazu gehören Fähigkeiten wie Kommunikation, Kreativität, Zeitmanagement usw. Diese persönlichen Qualitäten ermöglichen es einer Person, sich zu integrieren, anzupassen und im Team zu arbeiten. Genau dieser Punkt macht Arbeitgeber so anspruchsvoll. Das Ziel des Recruitings ist es, Personen mit soliden Soft Skills einzustellen, da diese Kompetenzen die Leistung und Produktivität der Teams direkt beeinflussen. Für eine ausführlichere Erklärung lesen Sie diesen Artikel über Soft Skills: Definition. Hard Skills hingegen sind technische, domänenspezifische Kompetenzen, die nur durch intensives Lernen erworben werden können. Die Beherrschung einer Software ist beispielsweise eine technische Kompetenz. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass alle diese Kompetenzarten wichtig sind. Es geht nicht darum, einer Kategorie Vorrang vor der anderen einzuräumen.
Welche Verhaltenskompetenzen werden bei einem Kandidaten am meisten gesucht?
Je nach Stelle und Unternehmen kann das Recruiting auf der Grundlage von Verhaltenskompetenzen auf verschiedene Profile abzielen. Es gibt jedoch die Top 10 der am meisten gesuchten Soft Skills. Besonders wichtig sind:
- Empathie: die Fähigkeit, die Emotionen und Perspektiven anderer zu verstehen und sensibel darauf zu reagieren;
- Problemlösung: die Identifizierung potenzieller Probleme innerhalb eines Teams und die Entwicklung kreativer Lösungen;
- Organisation: die Fähigkeit, Zeit effektiv zu verwalten (Aufgaben nach Wichtigkeit priorisieren, Fristen einhalten usw.).
Zusammenfassend lässt sich sagen: Obwohl Hard Skills das Ergebnis von Berufserfahrung sind, suchen Recruiter zunehmend nach Mitarbeitern mit vielfältigen emotionalen, übertragbaren und Verhaltenskompetenzen, die entscheidend für den Zusammenhalt und die Leistung des Unternehmens sind.
Einstellung ohne Lebenslauf: Welche Vorteile hat das für den Recruiter?
Bei einer Einstellung ohne Lebenslauf konzentriert sich der Recruiter viel stärker auf Verhaltenskompetenzen als auf formale Qualifikationen und Berufserfahrung. Dieser Ansatz ermöglicht es dem Recruiter, ein komplementäres und produktives Team zusammenzustellen. Zu den Vorteilen gehören:
- Objektive Bewertung von Verhaltenskompetenzen: Lebensläufe können von Kandidaten verschönert werden. Durch die Konzentration auf übertragbare Kompetenzen können Unternehmen ein objektiveres Bild der Kandidaten gewinnen;
- Anwendung echter Fähigkeiten: Ob Kreativität, Problemlösungsfähigkeiten oder kritisches Denken – die Einstellung ohne Lebenslauf gibt Kandidaten die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in Echtzeit zu beweisen.
Vorstellungsgespräch: Wie präsentiert man Verhaltenskompetenzen überzeugend?
Im Rahmen eines Soft-Skills-basierten Recruiting-Prozesses ist das Vorstellungsgespräch eine der wichtigsten Stufen. Es empfiehlt sich daher, Ihre Soft Skills täglich zu entwickeln. Während des Vorstellungsgesprächs sollte man zudem konkrete Fähigkeiten demonstrieren:
- Die STAR-Methode anwenden: Der Kandidat präsentiert Fakten nach einer klaren Struktur (Situation, Aufgabe, Aktion, Ergebnis);
- Authentizität: Ein Kandidat, der sich zu eigenen Fakten äußert, überzeugt viel mehr als einer, der etwas vorspielt;
- Aufmerksames Zuhören: Aufmerksamkeit für die Fragen des Recruiters zeigt echtes Interesse.
Warum sollten Soft Skills beim Recruiting im Unternehmen bevorzugt werden?
Es gibt mehrere Gründe für die aktuelle Präferenz der Recruiter für Soft-Skills-basiertes Recruiting. Diese Fähigkeiten sind nicht erlernbar und daher schwieriger zu vermitteln als Hard Skills. Gleichzeitig kann ein Mitarbeiter mit vielfältigen emotionalen Kompetenzen die technischen Fähigkeiten erwerben, die für seine Funktion unerlässlich sind. Darüber hinaus ermöglicht die Fokussierung auf die emotionale Intelligenz der Kandidaten den Recruitern, Mitarbeiter zu finden, die:
- sich besser an die Unternehmenskultur anpassen;
- die Produktivität in den Teams positiv beeinflussen;
- zur allgemeinen Leistung des Unternehmens beitragen;
- die Fähigkeit besitzen, mit Veränderungen und Innovationen umzugehen.


