Soft Skills im Recruiting: Warum sollte man sie bewerten?
Soft Skills sind Verhaltenskompetenzen, die im Recruiting eingesetzt werden. Was bedeuten sie konkret? Wozu dienen sie?
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Die im Recruiting eingesetzten Techniken und Strategien entwickeln sich ständig weiter. In diesem Zusammenhang sind die Soft Skills nicht mehr wegzudenken. Unternehmen setzen auf Soft Skills als Kompetenzen, die sie bei der Kandidatenauswahl bewerten. Was bedeuten Soft Skills? Wie werden sie bewertet? Erfahren Sie mehr im Folgenden.
Ursprung der Soft Skills
Noch vor etwa fünfzig Jahren waren Soft Skills kaum bekannt. Technische Kompetenzen, auch Hard Skills genannt, waren die einzigen Fähigkeiten, die beim Recruiting berücksichtigt wurden. Ob Führungskraft oder Arbeiter – es war notwendig, die dem jeweiligen Arbeitsplatz entsprechenden Aufgaben zu beherrschen (das Fachwissen hatte absoluten Vorrang). Ab den 1970er-Jahren begann sich dies jedoch tatsächlich zu ändern. Dies ist zum Teil auf die US-Armee und den Offizier Paul Whitmore zurückzuführen. Mitten im Vietnamkrieg 1968 fragte er sich, wie die Leistung der amerikanischen Soldaten gesteigert werden könnte. Sie erhielten zwar eine gute Ausbildung, schöpften ihr Potenzial aber nicht voll aus. Die Lösung lag in der Art und Weise, wie das Militärteam geführt wurde – ein Aspekt, der in der US-Armee nicht gelehrt wurde. Erst 1972 verwendete Paul Whitmore den Begriff Soft Skills auf dem Kongress des Heeresbefehlshabers. Was sind Soft Skills also im Kern? Soft Skills: Definition.
Die verschiedenen Arten von Soft Skills
Für eine Person, die sich an die Berufswelt anpassen und gute Beziehungen zu ihren Mitarbeitern pflegen möchte, sollte das Entwickeln der eigenen Soft Skills eine der wichtigsten Prioritäten sein. Es gibt verschiedene Arten von Soft Skills.
- Kommunikationskompetenzen: die Fähigkeit, klar und effektiv zu kommunizieren, anderen zuzuhören und sie zu verstehen, Konflikte zu lösen und im Team zu arbeiten.
- Kompetenzen zur Konfliktlösung: die Fähigkeit, in relativ kurzer Zeit wirkungsvolle und innovative Lösungen zu finden.
- Führungskompetenzen: die Fähigkeit, andere zu leiten, zu motivieren und zu inspirieren, um Ziele zu erreichen.
- Zeitmanagement-Kompetenz: die Fähigkeit, zu organisieren, Prioritäten zu setzen und günstige Ergebnisse zu erzielen.
- Verhandlungskompetenz: die Fähigkeit, zu verhandeln und günstige Ergebnisse zu erzielen.
- Entscheidungskompetenz: die Fähigkeit, rationale Entscheidungen zu treffen und die Konsequenzen der eigenen Handlungen zu tragen.
- Konfliktmanagement-Kompetenz: die Fähigkeit, Konflikte konstruktiv zu verstehen und zu lösen.
- Kompetenz zur persönlichen Entwicklung: die Fähigkeit, die eigenen Schwächen und Stärken zu erkennen sowie alle Aspekte der eigenen Persönlichkeit zu entwickeln.
Es ist zu beachten, dass bestimmte Soft Skills im Recruitingprozess sehr gefragt sind. Kandidaten, bei denen diese im Vorstellungsgespräch erkennbar sind, haben eine größere Chance, für die Stelle berücksichtigt zu werden. Entdecken Sie die Top 10 der am häufigsten gesuchten Soft Skills.
Unterschied zwischen Soft Skills und Hard Skills
Soft Skills und Hard Skills sind beide Kompetenzen – sie ergänzen sich. Die eine kann ohne die andere nicht funktionieren. Eine Person mit guten sozialen Fähigkeiten wird ihre Aufgaben leichter bewältigen, wenn sie dabei auf ihre technischen Kompetenzen (Hard Skills) zurückgreift. Der eigentliche Unterschied liegt in der Art und Weise, wie eine Person diese Kompetenzen erwirbt. Hard Skills sind technische Fähigkeiten, die durch eine mit einem Diplom abgeschlossene Ausbildung oder durch frühere Erfahrungen erworben werden. Auch die Art der Nutzung dieser Kompetenzen ist darin enthalten. Soft Skills hingegen sind Verhaltenskompetenzen, die auf natürliche Weise erworben und ein Leben lang weiterentwickelt werden können. Sie werden in nahezu allen Situationen und im beruflichen Umfeld eingesetzt. Soft Skills ermöglichen eine bessere Kommunikation zwischen Kollegen eines Unternehmens, die Suche nach effektiven Lösungen und ein besseres Management von Spannungsphasen. Mit anderen Worten: Es handelt sich um menschliche Kompetenzen, die in keiner Schule gelehrt werden. Kein Tool ist in der Lage, sie zu reproduzieren. Um Soft Skills bei Kandidaten zu bewerten, können Recruiter einen Persönlichkeitstest und einen psychometrischen Test durchführen. Die Funktionsweise des Quiz und Persönlichkeitstests hängt von jedem Unternehmen und den Elementen ab, die es hervorheben möchte.
Wie bewertet man Soft Skills?
Warum sollte man im Recruiting auf Soft Skills setzen? Soft Skills objektiv zu bewerten ist keine einfache Aufgabe. Diese auch als „Soft Competencies" bezeichneten Fähigkeiten basieren im Wesentlichen auf Emotionen und sozialen Beziehungen und sind daher schwer greifbar. Ihre regelmäßige Entwicklung ist notwendig. Es gibt bestimmte Methoden, um sie zu bewerten. Vorstellungsgespräche sind eine sehr beliebte Methode zur Bewertung der Soft Skills von Kandidaten. Gespräche können speziell auf die Bewertung von Soft Skills ausgerichtet sein, und Recruiter können gezielte Fragen stellen, um die Kompetenzen der Kandidaten zu beurteilen. Psychometrische Tests sind eine weitere häufig verwendete Methode. Sie können dazu dienen, zwischenmenschliche Kompetenzen, Zeitmanagement und Problemlösungsfähigkeiten zu messen. Gruppeninterviews sind ebenfalls eine häufig genutzte Methode. In einem Gruppeninterview werden Kandidaten aufgefordert, gemeinsam an der Lösung eines Problems oder der Durchführung einer Aufgabe zu arbeiten. Die Recruiter können dann beobachten, wie die Kandidaten interagieren und zusammenarbeiten, um ihre Soft Skills zu bewerten.+


