Recruiting: Warum Sie alles auf Soft Skills setzen sollten
Die durch die digitale Transformation bedingte Kompetenzveralterung verweist auf Soft Skills. Passen Sie Ihre Recruitingstrategie an!
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Die Soft Skills rücken den Menschen wieder in den Mittelpunkt der Recruitingstrategie des Unternehmens. Angesichts der Digitalisierung von Prozessen kann es beruhigend erscheinen, mehr auf die technischen Kenntnisse und Berufserfahrungen der Kandidaten zu setzen. Doch viele Soft Skills tragen zum Leistungsbegriff bei, indem sie das Humankapital des Unternehmens bereichern. Soft Skills stärken den internen Zusammenhalt der Teams, um die Unternehmensziele besser zu erfüllen. Daher ist es wichtig, sie in die „Candidate Persona" sowie in die Recruitingkriterien zu integrieren.
Soft Skills zur Überwindung bevorstehender Veränderungen
Warum loben Recruiter Soft Skills? Diese Soft Skills stellen für Arbeitgeber eine Garantie für die Anpassung an das zunehmend unsichere und wettbewerbsintensive externe Umfeld des Unternehmens dar. Einerseits sind berufsspezifische Kenntnisse unter dem Einfluss der Beschleunigung des technologischen Fortschritts, der die Obsoleszenz von Aufgaben verstärkt, deutlich kurzlebiger geworden. Die durch diese Geschwindigkeit geschwächten technischen Kompetenzen müssen regelmäßig aktualisiert werden. Zwar wissen wir heute, dass es möglich ist, lebenslang zu lernen, doch dafür braucht man Soft Skills, die die Kompetenzentwicklung erleichtern. Offenheit und Flexibilität zum Beispiel ermöglichen es, sich von einer starren Berufssicht zu lösen und neue Fähigkeiten zu erwerben. Bei der Besetzung einer Stelle, die stark von der Unternehmenstransformation betroffen ist, ist es essenziell, diese Qualitäten zu erkennen. Andererseits muss man bei der Zunahme des „Projekt"-Modus daran denken, sich mit Kompetenzen und Talenten zu umgeben, die einem zunehmend agilen Arbeitsmodus entsprechen. In diesem Ansatz kann ein Wechsel des Führungsstils hin zu einem transversaleren Modus den Einsatz externer Berater überflüssig machen. Dieser Ansatz reduziert zwar die Kosten, stellt aber die Mitarbeitenden und die Personalabteilung in den Mittelpunkt der Unternehmenstransformation. Soft Skills spielen also eine Rolle bei der Entwicklung und dem Funktionieren des Unternehmens. Vor einem Recruitingvorgang müssen die HR-Verantwortlichen eine genaue und technische Beherrschung der Aktivitäten und Berufe haben, um ein solides Team aufzubauen, das sich an die bevorstehenden Veränderungen anpassen kann.
Recruiting fördert die Unternehmenstransformation
Das Klären der gesuchten Soft Skills und ihre Integration in das Kandidatenprofil stellt eine Übereinstimmung zwischen allen Kompetenzen des neuen Mitarbeitenden und den Business-Zielen des Unternehmens sicher. Das WEF (World Economic Forum) listet 10 Soft Skills auf, die man während der Recruitingphasen im Auge behalten sollte. Es liegt an Ihnen, die Soft Skills auszuwählen, die am besten zu Ihrer Situation passen. Welche Verhaltenskompetenzen helfen Ihnen, Ihre Herausforderungen zu meistern? Welche zwischenmenschlichen Schwierigkeiten erleben Ihre Mitarbeitenden täglich? Welche Soft Skills können Sie einbringen, um die Effizienz eines Arbeitsprozesses zu verbessern? Die Lösung komplexer Probleme verbunden mit Kreativität ermöglicht es, schwierige Arbeitssituationen zu entwirren. Manager mit diesen Soft Skills können Blockaden durch neue Lösungen überwinden. Sie können auch diese Qualitäten in ihren Teams fördern, die ebenfalls kognitive Flexibilität beweisen müssen. Eine Offensichtlichkeit im Projektmodus: Teamgeist bringt Flüssigkeit und Effizienz zu Aufgaben zwischen mehreren Beteiligten verschiedener Hintergründe. Entscheidungsfähigkeit und Verhandlungsgeschick spielen ebenfalls eine Rolle in einer Arbeitswelt, in der sich Positionen schnell wandeln. Ein Mitarbeitender kann sich aufgrund seiner Expertise an der Spitze eines Projekts wiederfinden, muss aber auch Soft Skills im Zusammenhang mit Leadership besitzen. Kommunizieren, im Team arbeiten und Probleme lösen sind Fähigkeiten, die Maschinen nicht übertragen werden können, im Gegensatz zu vielen technischen Kompetenzen. In einem Kontext, in dem die Unternehmenstransformationen den Berufsweg der meisten Mitarbeitenden erschüttert, verschaffen Soft Skills den Talenten, die sie besitzen, und den Unternehmen, die sie beschäftigen, einen Vorteil. Achtung: Das Recruiting von Soft Skills reicht nicht aus; man muss auch deren Erwerb durch bereits tätige Mitarbeitende ermöglichen. Wie wäre es, mit einem Persönlichkeitstest zu beginnen? Soft Skills können erlernt und entwickelt werden, besonders wenn die Mitarbeitenden deren Nutzen erkennen! Das Recruiting muss Soft Skills mehr Raum geben, kann aber nicht allein für die Wertsteigerung des Humankapitals verantwortlich sein. In der Unternehmenstransformation ist die interne Entwicklung von Soft Skills genauso vorrangig und essenziell für die wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Unternehmens.



