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Diversität & Inklusion: 4 Tipps zur Verbesserung Ihrer aktuellen Praktiken

Für mehr Diversität sollte der HR-Prozess auf Soft Skills setzen. Für mehr Inklusion sollte der Lebenslauf in den Hintergrund treten.

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Laut einer Studie von LinkedIn geben 78 % der Recruiter an, dass Diversität die wichtigste Priorität für ihre Einstellungen ist. In der Realität zeigt sich jedoch, dass die Recruiting-Praktiken vieler Unternehmen nach wie vor nicht die notwendige Inklusion fördern. Wie können Sie Ihre aktuellen Prozesse verbessern, um echte Diversität und Inklusion zu erreichen?

Tipp 1: Stellen Sie Soft Skills über den Lebenslauf

Der traditionelle Recruiting-Prozess basiert stark auf dem Lebenslauf. Doch dieser spiegelt oft unbewusste Vorurteile wider: Diplome bestimmter Hochschulen, linear verlaufende Karrierepfade oder spezifische Branchenerfahrung. Um echte Diversität zu fördern, sollten Sie den Fokus auf Soft Skills legen.

Indem Sie Persönlichkeit, Motivation und kognitive Fähigkeiten bewerten, statt sich ausschließlich auf den Lebenslauf zu verlassen, öffnen Sie die Tür für Talente aus unterschiedlichsten Hintergründen. Assessments wie SHAPE von AssessFirst ermöglichen eine objektive Bewertung des Potenzials eines Kandidaten – unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder Bildungsweg.

Tipp 2: Trainieren Sie Ihre Teams gegen unbewusste Vorurteile

Unbewusste Vorurteile (Unconscious Bias) beeinflussen Einstellungsentscheidungen stärker, als die meisten Menschen denken. Schulungen zu diesem Thema sensibilisieren Recruiter und Hiring Manager für ihre eigenen Denkmuster. Dabei geht es nicht darum, Schuldzuweisungen zu machen, sondern ein Bewusstsein zu schaffen, das zu faireren Entscheidungen führt.

Konkret können Sie: strukturierte Interviews einführen, standardisierte Bewertungskriterien nutzen, Einstellungsentscheidungen im Team treffen und wissenschaftlich validierte Assessment-Tools einsetzen, die Bias nachweislich reduzieren.

Tipp 3: Überprüfen Sie Ihre Stellenanzeigen

Die Formulierung Ihrer Stellenanzeigen hat einen direkten Einfluss auf die Vielfalt Ihrer Bewerberinnen und Bewerber. Studien zeigen, dass bestimmte Formulierungen unbewusst bestimmte Gruppen abschrecken können:

  • Verwenden Sie geschlechterneutrale Sprache
  • Reduzieren Sie die Anforderungsliste auf das Wesentliche – übermäßig lange Listen schrecken insbesondere Frauen ab
  • Heben Sie Ihre Inklusionsmaßnahmen und -werte hervor
  • Vermeiden Sie Fachjargon, der Quereinsteiger ausschließen könnte

Denken Sie daran: Geschlechterungleichheiten am Arbeitsplatz beginnen oft schon bei der Formulierung der Stellenanzeige.

Tipp 4: Messen Sie Ihre Fortschritte

Was nicht gemessen wird, wird nicht verbessert. Definieren Sie klare KPIs für Diversität und Inklusion in Ihrem Recruiting-Prozess:

  • Diversität der Bewerbungen (Geschlecht, Alter, Hintergrund)
  • Diversität der eingestellten Kandidaten
  • Zufriedenheit der Mitarbeitenden mit der Inklusionskultur
  • Fluktuationsrate nach Diversitätsmerkmalen

Regelmäßige Analysen ermöglichen es Ihnen, Ihre Strategien anzupassen und kontinuierlich zu verbessern. Tools wie das Admin-Dashboard von AssessFirst bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihre Diversitäts-KPIs in Echtzeit zu verfolgen.

Fazit

Echte Diversität und Inklusion im Recruiting erfordern mehr als gute Absichten – sie erfordern konkrete Veränderungen in Ihren Prozessen. Indem Sie Soft Skills priorisieren, unbewusste Vorurteile bekämpfen, Ihre Stellenanzeigen überprüfen und Ihre Fortschritte messen, legen Sie das Fundament für eine wirklich inklusive Recruiting-Strategie. AssessFirst unterstützt Sie dabei mit wissenschaftlich validierten Tools, die Potenzial erkennen – jenseits von Vorurteilen.

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